Informationen für Einwohner

Stichting Normering Flexwonen

Stichting Normering Flexwonen verwaltet das Register der Organisationen, die den Wohnstandard für Arbeitsmigranten erfüllen, und setzt diesen Standard gleichzeitig durch. Organisationen, die Arbeitsmigranten Wohnraum anbieten, haben die Möglichkeit, das SNF-Zertifikat zu erhalten. Dazu müssen sie die Wohnstandards für Arbeitsmigranten erfüllen. Die Wohnorte von Organisationen, die bei der Stiftung registriert sind, werden jährlich überprüft. Erweist sich die Qualität der Unterkunft als unzureichend, muss das Unternehmen sie verbessern. Gelingt es der Organisation nicht, die Situation kurzfristig zu bereinigen, wird das Unternehmen aus dem SNF-Register gestrichen.

Ziel ist es, den an der Unterbringung von Arbeitsmigranten beteiligten Parteien - Kommunen, Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Anwohnern - die Gewissheit zu geben, dass die Unterbringung von Arbeitsmigranten angemessen ist.

Jedes Jahr werden diese Organisationen einer Verwaltungskontrolle unterzogen, um zu überprüfen, ob alle Standorte beim SNF registriert sind und ob die Anforderungen an eine gute Beschäftigungspraxis sowie an die Aufsicht und das Management erfüllt sind. Im Laufe des Jahres werden alle Standorte, für die die Organisation selbst verantwortlich ist (First Responsible), auf die Einhaltung aller SNF-Normen überprüft. Die Norm umfasst die Komponenten Raum und Privatsphäre, Sanitäranlagen, Sicherheit und Hygiene, Einrichtungen, Bereitstellung von Informationen, Brandschutz, Überwachung und Management. Jeder Teil besteht aus einer Reihe von spezifischen Anforderungen, die die Unterkunft erfüllen muss.

Die Norm

Die Norm umfasst die Komponenten Belegung, Raum, Tageslicht und Heizung, Sanitäranlagen, Hygiene, Einrichtungen, Sicherheit, Brandschutz, Wartung und Verwaltung, Überwachung und Verwaltung sowie Informationseinrichtungen und andere Anforderungen.

Jede Kategorie besteht aus einer Reihe spezifischer Anforderungen, die die Immobilie erfüllen muss.

Im Folgenden finden Sie einen Überblick über die wichtigsten Normen:

1. Kapazität:

  • Bei der Kontrolle wird überprüft, ob die tatsächliche Kapazität mit den Angaben in den Aufzeichnungen übereinstimmt.
  • Wenn der Inspektor geschlossene Schlafzimmer vorfindet, sollte er den Ort erneut inspizieren.

2. Raum, Tageslicht und Heizung:

  • Die Bewohner verfügen über mindestens 10,0 m2 Wohnnutzfläche pro Person. Die Bewohner eines normalen Hauses und einer Wohneinheit haben mindestens 12,0 m2 Wohnnutzfläche. Dies gilt auch für Wohneinheiten, wenn das Gebiet als "Wohngebiet" ausgewiesen ist. Darin enthalten sind 3,5 m2 Schlaffläche pro Person.
  • Alle Einrichtungen (Sanitäranlagen, Küche, Schlafzimmer und Wohn- oder Entspannungsraum) sollten sich unter einem Dach befinden.
  • Bei allen Unterkunftsarten steht für jeden Bewohner im Schlafbereich ein Bett mit einer Matratze von mindestens 80*200 cm und ein Stuhl zur Verfügung. Ein Doppelbett sollte mindestens 160*200cm groß sein.

Es muss möglich sein, die Wohnräume zu heizen.

3. Sanitäre Einrichtungen

  • Es gibt mindestens eine Toilette pro 8 Personen.
  • Für jeweils 8 Personen gibt es mindestens eine Dusche.

4. Hygiene

  • Die Hygiene in und um den Wohnbereich stellt keine Gefahr für die öffentliche Gesundheit dar.
  • Es gibt eine solide und nachweislich gewartete mechanische Anlage oder eine natürliche Belüftung in Verbindung mit einer ausreichenden Belüftung.
  • In den Bädern, Küchen und/oder anderen Räumen gibt es keinen Schimmel.
  • Es muss ausreichend Gelegenheit geben, die Wäsche zu waschen oder waschen zu lassen.
  • Außerhalb des eigenen Schlafzimmers muss es genügend Möglichkeiten zum Trocknen der Wäsche geben.

5. Einrichtungen

  • Kühlschrank(e), 30 Liter Kühl-/Gefrierraum pro Person
  • Herdplatte / Platten
    • Mindestens 4 Platten
    • Bei mehr als 8 Personen 1 Platte pro 2 Personen
    • Bei mehr als 30 Personen, mindestens 16 Platten
  • Herdplatte/Platten in Studios für bis zu 2 Personen, mindestens 2 Platten plus Mikrowelle oder Backofen müssen vorhanden sein

6. Sicherheit

  • Es gibt keine sichtbare Überlastung des Stromnetzes und keine losen Stromkabel
  • Im Zählerschrank müssen ein Fehlerstromschutzschalter und eine automatische oder schmelzende Sicherung vorhanden sein.
  • Mindestens 1 Steckdose für jeden Bewohner ist vorhanden
  • Die Beleuchtung und Stromversorgung in Nassräumen ist spritzwassergeschützt und für den Einsatz in Nassräumen geeignet
  • Es gibt keine Umstände, die zu einer Gefährdung oder Verletzung von Personen führen können
  • CV, Gasheizung und Geysir müssen alle zwei Jahre nachweislich überprüft werden

7. Brandsicherheit - Maßnahmen in der Wohnung

  • Es sind insgesamt 6 Liter / 6 Kilogramm Löschmittel vorhanden
  • Im Umkreis von 5 Metern um jede Kochstelle befindet sich ein Feuerlöscher mit mindestens 2 Litern / 2 Kilogramm Inhalt.
  • Auf jedem Feuerlöscher befindet sich eine Gebrauchsanweisung
  • An jeder Kochstelle gibt es eine Feuerlöschdecke.
  • CO-Melder und Rauchmelder sind vorhanden und funktionieren.
  • Wenn eine zentrale Brandmeldeanlage vorhanden ist, muss sie jährlich überprüft werden.

8. Wartung und Verwaltung

  • Defekte Teile müssen gewartet werden

9. Überwachung und Verwaltung

  • Die Bewohner können sich in Notfällen rund um die Uhr an einen Verwalter wenden.
  • Es steht den Bewohnern frei, auch unangemeldete Besuche vor Ort zu empfangen

10. Bereitstellung von Informationen und andere Anforderungen

  • Es sollte eine Informationskarte an einem zentralen Ort ausgehängt werden.
  • Der Ausweis ist in Deutsch oder Englisch oder in der Landessprache des Einwohners abgefasst und enthält mindestens
    • Maximale Kapazität (in Bettenzahl)
    • QR-Codes mit Link zu SNF-Seiten auf Englisch
    • Vom SNF verschriebener Text
    • Platz für Aufkleber
  • Die Telefonnummern von:
    • Verwalter/Vermieterkontakt (24/7 erreichbar)
    • Regionalpolizei
    • Feuerwehr
    • 112 (in lebensbedrohlichen Situationen)

Und

  • Verkürzte Haus- und Wohnordnung in der Sprache der Bewohner
  • Evakuierungsplan und Notfallverfahren